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Stufenplan


 

Der folgende Stufenplan ist von seinen Verfassern zwar als Satire gemeint, ist aber, wie die schriftlichen Zeugnisse von Konrad Duden, Bert Brecht, den Kultusminister-Beauftragten und manchen Lehrer-Verbänden beweisen, viel näher an der Wirklichkeit, als ein sich sicher fühlender Sprachnutzer ahnen würde:

 


Rechtschreibreform in fünf Schritten

Erster Schritt:

Wegfall der Großschreibung.

einer sofortigen einführung steht nichts im wege, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.

zweiter schritt:

wegfall der dehnungen und schärfungen.

dise masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdoplung hat onehin nimand verstanden.

driter schrit:

v und ph werden durch f ersetzt, z, tz und sch durch s.

das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden.

firter srit:

g, q, c und ch werden durch k ersetst, j und y durch i und pf durch f.

ietst sind son seks bukstaben ausgesaltet, di sulseit kan sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden. anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi, reknen mer keflekt werden. [*1]

fünfter srit:

wegfal der umlaute: a, o, u stat ä, ö und ü.

ales uberflusige ist ausgemerst, di ortografi wider slikt und einfak. naturlik benotigt es einige seit, bis dise vereinfakung uberal riktik ferdaut ist, fileikt satsungsweise ein bis swei iare. anslisend durfte als nakstes sil di vereinfakung der nok swirigeren und unsinigeren gramatik anfisirt werden.


 

 

____________

Die Quelle dieses Stufenplanes ist nicht sicher bekannt, vermutlich ist sie „uralt“, nicht erst von 1996. Über die Quellen heißt es bei http://spielen.de/forum/viewtopic.php?t=367974 :

„Gerüchteweise von Helmut Herles in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie von Hartmut Welzel in Die Zeit vom 11.10.1997 stammend, aber auch im Leserbrief von Ralf Süßbrich in c't Nr.9/1997 S.11, jedoch vorher von Klaus Bergmann im Mitteilungsblatt der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW Nr.161/1997 gegeben, allerdings bereits früher im Eulenspiegel Nr.11/1996 S.50 wie auch in den SDB/BDS-News Nr. 33 vom 5.12.1994 und in korespendens, seitsrift fur tegstferarbeitung, in den 70er Jahren im Hans Hilsmann Verlag erschienen.“

 

Und angeblich stammt dieses von Berthold Brecht:

„ich bin gegen eine reform der rechtschreibung von solchem ausmass dass alle die bücher, die auf die alte weise gedrukkt sind, schwer lesbar werden. die grossen buchstaben sollte man aber nur für namen und die fürwörter in der anrede verwenden. (auch für den satzanfang nicht; da genügt der punkt und ein abstand.) die aussprache sollte in der rechtschreibung berükksichtigt werden. ich würde schreiben: er sang so dass man hören konnte, sodass man wusste, in welcher stimmung er war. liebe darf man nicht libe schreiben und toll nicht tol. fisik scheint mir in ordnung, wase nicht. wer ins teater geht sollte einen zilinder aufsezzen können, aber mystik sollte er nicht vorgesezzt bekommen, lieber farsen. razion liest sich für mich nicht übel, aber razio geht nicht und nazion ist undenkbar, da habe ich einen schokk bekommen. lassen wir also lieber auch die rationen.“

Quelle angeblich: Bert Brecht, Schriften, 23 - 282,7-21

Konrad Duden, 1908:

al, bot, keiser

(Warum nicht kaiser, ain, ainer, kainer??

Und die Schreibung doitsch erscheint mit aussprachelogischer als deutsch. –dl)

 

[*1]

Dieses Ergebnis wird in etwa erreicht durch den Entwurf des Leipziger Lehrerverbandes
    http://neu.gutes-deutsch.de/geschichte   => 1931

und des (Nazi-) Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust
    http://neu.gutes-deutsch.de/geschichte   => 1941,

so ähnlich auch die „Wiesbadener Empfehlungen“ des Arbeitskreises für Rechtschreibregelung
    http://neu.gutes-deutsch.de/geschichte   => 1958;

Zuvor bereits bei Konrad Duden:
    http://neu.gutes-deutsch.de/geschichte   => 1908.